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Härteprüfung nach Rockwell HR

Das statische Härteprüfverfahren gemessen in der Skala C (HRC), zeichnet sich durch eine schnelle Durchführbarkeit und Auswertung aus. Es bietet sich deshalb zur schnellen Überprüfung von Werkstoffeigenschaften nach der Wärmebehandlung insbesondere an gehärteten und vergüteten Stählen an. Die Härteprüfung nach Rockwell ist in der DIN EN ISO 6508 genormt.

Bei der Härteprüfung nach Rockwell HRC wird ein Diamantkegel in zwei Stufen (Prüfkraft und Prüfzusatzkraft) in die Probe gedrückt. Beide Kräfte sind stoßfrei aufzubringen und die Prüfzusatzkraft ist eine definierte Zeit zu halten. Nach Rücknahme der Prüfzusatzkraft und unter Einwirkung der Prüfvorkraft wird die bleibende Eindringtiefe h gemessen. Da mit zunehmender Härte des Werkstoffs die Eindringtiefe kleiner wird, erhält man steigende Kennwerte, indem die auf die Skaleneinteilung bezogene Eindringtiefe von 100 abgezogen wird.

Das Rockwellverfahren HRC darf nur für Werkstoffe mit einer Härte zwischen 20 HRC und 70 HRC angewendet werden. Das bedeutet, dass es für die meisten weicheren Metalle wie Aluminium- und Kupferlegierungen, aber auch für viele weiche Stähle nicht zulässig ist. Da bei HRC die Prüfkraft nicht variiert werden kann, ist eine Messung von einzelnen dünnen Schichten, einzelnen Gefügebestandteilen oder Härteverläufen nicht möglich.

 

Vorteile der Rockwellhärteprüfung

  • Direktes Ablesen der Härte möglich
  • Kein Bedienereinfluss auf den Härtewert
  • Gut automatisierbar

Es gibt weitere Rockwellverfahren, die sich im Eindringkörper, in der Größe der Prüfvorkraft und Prüfkraft, im Härtewert der Bezugsebene und in der Eindringtiefe, die einer Härteeinheit entspricht, unterscheiden.

Die beiden wichtigsten sind das Rockwell-B-Verfahren und das Rockwell-C-Verfahren. Das Rockwell-A-Verfahren wird üblicherweise für dünne Werkstücke verwendet.

Quellen:
- W. Seidel: Werkstofftechnik, 7. Auflage, Hanser Verlag

- Bargel/Schulze: Werkstoffkunde, 7.Auflage, Springer Verlag)

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